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Mein Rezept für ein erfolgreiches Trainingslager

Um gesund und mit guten Ergebnissen aus einem Trainingslager nach Hause zu kommen braucht es mehr als einen guten Trainingsort und eine gute Trainingsgruppe. Folgende Faktoren spielen für mich eine weitere große Rolle:

1. Mentale Einstellung. Trainingslager bedeutet Ausnahmezustand, worauf man von vorn herein eingestellt sein sollte. Mit Urlaub hat das nichts zu tun. Alles dreht sich nur um Training, Essen, Schlafen, Basta. Es sollte einen guten Zeitplan geben, der auch die Zeiten für Vor- und Nachbgerietung der einzelnen Einheiten sowie Erholungszeiten zwischen dem Training einschließt. Umziehen, Riegeln einpacken, Getränke herrichten, Duschen, Zwischenmahlzeit, Mittagsschläfchen. All das ist absolut notwendig und erfordert nun mal ein paar Minuten und muss geplant werden. Was mich zum nächsten Punkt bringt:  

2. Optimale Planung. Die Einheiten, Tagesabläufe, Essens- und Schlafenszeiten sollten auf individuelle Vorlieben abgestimmt werden. Manche lieben es, vor dem Frühstück zu laufen oder zu schwimmen. Anderen wiederrum ist ein ausgiebiges Frühstück heilig. Kein Problem! Sind derartige Vorlieben bekannt und werden in die Planung mit einbezogen, lässt sich drum herum ein wunderbares Training planen. Ich persönlich liebe den Cappuccino am Meer am Ende einer Radeinheit. Das hat für mich einfach Kultcharakter. Dementsprechend plane ich eine Pause zwischen den Einheiten, die lange genug ist um auch mal einen zweiten Cappuchino zu trinken ;-) Da aber Koppelläufe zum Training gehören muss ich ein- bis zweimal pro Woche darauf verzichten. Kein Problem. Diese Tage sind von vornherein geplant und ich bin wiederrum bereits mental darauf eingestellt. So kann ich den Cappuchino am Tag danach umso mehr genießen.

Optimale Planung schließt übrigens auch Urlaubstage ein. Nicht jedes Trainingslager muss ausschließlich dem Training dienen und über die gesamte Dauer hinweg Ausnahmezustand bedeuten. Ganz im Gegenteil! Jedem Hobbysportler würde ich sogar raten, sich unbedingt ein paar Tage oder halbe Tage frei zu nehmen. Um sich etwas anzuschauen oder am Meer zu liegen oder was man in seinem Urlaub sonst gerne tut. Es soll ja Spaß machen, das wird oftmals vergessen. Auf Ruhetage kann man sich freuen und man lädt innerhalb eines Tages nicht nur seinen physischen sonder vor allem seinen psychischen Akku wieder auf.

3. Trainingspartner. Es mag ja Menschen geben, die lieber alleine trainieren um ihren Trainingsplan zu 110% einzuhalten. Ok, wem das wirklich Spaß bringt soll das natürlich tun. Ich hingegen bevorzuge das Gruppentraining. Alleine kann und muss ich zu Hause oft genug trainieren. Dementsprechend sollte der Trainingsplan zwar die Grundlage allen Handelns sein, aber trotzdem nicht mehr als ein Anhalt. Wichtig ist die Grundidee des Planes nicht aus den Augen zu verlieren, aber darüber hinaus Kompromisse einzugehen. Ziel ist das große Ganze am Ende des Trainingslagers und dies wird meist in der Gruppe besser erreicht als alleine. Kompromisse im Plan hin oder her. Der große Vorteil von Trainingslagern ist also, dass man auf andere trifft und mit etwas Kommunikation (woran es zugegebener maßen meistens mangelt) findet man auch optimale Trainingspartner. Es sind meist genug da! Man muss nur einfach mal mit ihnen quatschen…

Es gilt also mehr zu bedenken als wann fahre ich wohin. Kennt man seine Vorlieben und plant diese von vorn herein mit ein, stellt man sich mental auf viel Training bei wenig Freizeit ein, kann man den Dingen, die einem lieb sind ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen fröhnen und so die freie Zeit wirklich genießen und hat dann noch Trainingspartner die das Gleiche Ziel verfolgen und man sich somit ergänzen kann, dann steht einem gelungenen Trainingslager nichts mehr im Wege! In diesem Sinne viel, viel Spaß dabei!

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